Rahmenvereinbarung

Rahmenvereinbarung zur Qualitätssicherung in der Ernährungsberatung und Ernährungsbildung in Deutschland

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Rahmenvereinbarung zur Qualitätssicherung in der Ernährungsberatung und Ernährungsbildung in Deutschland“

In Deutschland bieten viele unterschiedliche Personengruppen Ernährungsberatung oder -therapie an. Umfangreiche Angebote gibt es auch in der Ernährungsbildung. Einen gesetzlichen Schutz für die Berufsbezeichnungen Ernährungsberater oder Ernährungstherapeut gibt es jedoch nicht. So ist allein die Berufsbezeichnung kein Kriterium für die Qualität des Angebots. Damit Verbraucher, Krankenversicherungen und mögliche Kooperationspartner qualifizierte Berufsgruppen von nicht ausreichenden Angeboten unterscheiden können, sind in der Rahmenvereinbarung zur Qualitätssicherung in der Ernährungsberatung und Ernährungsbildung in Deutschland, die einzelnen Berufsfelder definiert und unterschiedliche Kompetenzen und Qualifikationen der Anbieter aufgezeigt.

In den Bereichen Ernährungsberatung, Ernährungstherapie und Ernährungsbildung sind unterschiedliche Ausbildungswege und Berufsabschlüsse und deren Aufgabenfelder voneinander abzugrenzen. Die Qualitätssicherung umfasst die Festlegung der Qualifikationen (Ausbildung sowie Fort- und Weiterbildung) von Ernährungsfachkräften und eine Abgrenzung von spezifischen Aufgabenfeldern. Begriffe wie Ernährungsberatung, Ernährungstherapie und Ernährungsbildung werden definiert.

Diese Rahmenvereinbarung trägt dazu bei, Angebote auf hohem Niveau zu gewährleisten, die den jeweiligen Zielgruppen gerecht werden. Die Bevölkerung soll in Bezug auf ihr Ernährungswissen und ihre Ernährungskompetenzen bedarfsgerecht und bedürfnisorientiert, fachlich qualifiziert und effektiv informiert, aufgeklärt und beraten werden. Dabei hat das Wissen über Lebensmittel und das Wissen über Zusammenhänge von Ernährung und Lebensstil eine große Bedeutung.

Eine Vernetzung verschiedener Fachkräfte (wie zum Beispiel Ernährungsfachkräfte, Ernährungsmediziner und Psychologen) ist bedeutsam, um dem Verbraucher das anbieten zu können, was er benötigt. Es wird an die Ernährungsfachkräfte appelliert, ihre fachlichen und rechtlichen Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren und wenn notwendig an eine andere Fachkraft oder Institution weiter zu verweisen.

Eine Werbung für spezielle Produkte, eine Kopplung der Leistungen und Angebote an eine finanzielle Vorteilnahme durch Produktverkauf sowie Handel oder Vertrieb von Produkten wird in der Rahmenvereinbarung ausgeschlossen. Sie beschreibt Angebote und Leistungen, die von Verbrauchern freiwillig wahrgenommen werden und im Bereich der Eigenverantwortlich­keit liegen.

Folgende Institutionen und Verbände sind Mitglieder des Koordinierungskreises:

Berufsverband Hauswirtschaft e. V., Weinstadt
BDEM – Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner e. V., Essen
DAEM – Deutsche Akademie für Ernährungsmedizin e. V., Freiburg
DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V., Bonn
DGEM – Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V., Berlin
DVV – Deutscher Volkshochschul-Verband e. V., Bonn
VDD – Verband der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband e. V., Essen
VKD – Verband der Köche Deutschlands e. V., Frankfurt a. M.
VDOE – BerufsVerband Oecotrophologie e. V., Bonn
VS – VerbraucherService Bundesverband im Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) e. V., Köln
Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., Berlin (vzbv)

Der VFED e. V. gehört zu den Institutionen, die diese Rahmenvereinbarung ratifiziert haben. Eine vollständige Liste aller Institutionen findet sich im Internet unter www.dge.de/rd/rv.

Sie finden die aktualisierte Rahmenvereinbarung unter: