VFEDaktuell PLUS 212
Die frisch gedruckte Ausgabe der VFEDaktuell PLUS ist erschienen!
Im Jahr 2025 lag die Zahl der Menschen in Deutschland, die sich selbst als sich vegan ernährend einordnen, laut Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse bei rund 1,7 Millionen. Das entspricht etwa 2,3 Prozent der Bevölkerung – mit weiterhin steigender Tendenz. Vor diesem Hintergrund widmet sich diese Ausgabe von VFEDaktuell PLUS der veganen Ernährung in verschiedenen Lebensphasen: bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen ebenso wie im Erwachsenenalter.
Oec. troph. Edith Gätjen richtet den Blick auf die Beikost im Rahmen einer veganen Ernährung und verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass Säuglinge alle essenziellen Nährstoffe für eine gesunde Entwicklung erhalten. Sie zeigt praxisnah, wie sich dies umsetzen lässt, und geht dabei auf den Aufbau sowie die Einführung der Mahlzeiten und die Nährstoffversorgung bei pflanzenbasierter Beikost ein. PD Dr. Ute Alexy fasst zusammen, worauf bei der veganen Ernährung von Kindern und Jugendlichen zu achten ist, und gibt Hinweise für eine gelingende Umsetzung im Alltag. Dr. med. univ. Markus Kolm beleuchtet die potenziell kritischen Nährstoffe einer veganen Ernährungsweise, bewertet diese differenziert auf wissenschaftlicher Grundlage und zeigt sowohl mögliche Versorgungslücken als auch praktikable Strategien zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten Nährstoffzufuhr auf. Die Beiträge machen deutlich, dass eine vegane Ernährung bei sorgfältiger Planung eine bedarfsdeckende Versorgung gewährleisten kann. Voraussetzung ist eine ausgewogene Lebensmittelauswahl, die alle relevanten Lebensmittelgruppen einschließt, sowie die gezielte Berücksichtigung potenziell kritischer Nährstoffe.
In der Rubrik Berufspraxis beschäftigt sich Barbara Haidenberger mit dem Thema „Inflammaging und Osteoporose“. Dabei wird klar, dass es sich bei Osteoporose um eine komplexe Erkrankung handelt, deren Therapie über die alleinige Gabe von Kalzium und Vitamin D hinausgeht. Entscheidend ist vielmehr eine knochengesunde Ernährung, die eine umfassende Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen für die Knochen und die allgemeine Gesundheit sicherstellt.
Auch die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet weiter voran und gewinnt zunehmend an Bedeutung in der ambulanten Versorgung. Die geplante Anbindung der Heilmittelerbringer an die Telematikinfrastruktur (TI) eröffnet auch für Ernährungsfachkräfte neue Möglichkeiten, etwa durch verbesserte digitale Kommunikation und einen zentralen Zugriff auf Patientendaten. Dr. Mitra Mielke, Dr. Daniel Buchholz und Dr. Ute Brehme beleuchten in ihrem Artikel „Der elektronische Heilberufsausweis (eHBA) und die Telematikinfrastruktur (TI) für Ernährungsfachkräfte“ die Hintergründe, den aktuellen Stand sowie zukünftige Perspektiven.
Vom 18. bis 20. September 2026 findet der nächste VFED-Online-Kongress statt. Das Schwerpunktthema lautet „Adipositas und das metabolische Syndrom“. Ergänzt wird dies durch ein vielfältiges Fortbildungsprogramm zu weiteren ernährungsrelevanten Themen. Das Vorprogramm ist bereits auf der VFED-Website verfügbar, wo auch die Anmeldung möglich ist.
Wir wünschen Ihnen eine informative und anregende Lektüre und senden herzliche Grüße.
Ihre VFEDaktuell PLUS-Redaktion