VFEDaktuell PLUS 209
Die frisch gedruckte Ausgabe der VFEDaktuell PLUS ist erschienen!
2027 Kolleginnen und Kollegen haben an unserem diesjährigen VFED-Online-Kongress teilgenommen. Damit haben wir den letztjährigen (Online-)Teilnehmerrekord noch einmal getoppt! Wir sind von dem regen Interesse und den vielen positiven Rückmeldungen begeistert, motiviert und angespornt. Nun planen wir schon den 34. VFED-Online-Kongress vom 18.09. bis 20.09.2026. Am besten tragen Sie sich den Termin schon fett in Ihrem Kalender ein. Wir rechnen fest mit Ihnen!
Am 7. März 2026 richtet der VFED zum 29. Mal den „Tag der gesunden Ernährung“ aus. Im Mittelpunkt steht im nächsten Jahr das Thema „Ernährung und Autoimmunerkrankungen“. Haben Sie Lust, eine Aktion zu planen? Dann melden Sie sich bitte bei der VFED-Geschäftsstelle.
Diese Ausgabe des VFEDaktuell PLUS widmet sich dem Thema „Ernährung bei Nierenerkrankungen“. Dr. med. Susanne Fleig und Dr. troph. Nadine Kaesler erläutern, ab wann ein Patient „dialysepflichtig“ ist, welche Dialysearten es gibt und wie sich die Modalitäten unterscheiden. Vor allem beleuchten sie auch, welche Anforderungen an die Ernährung durch die Dialysepflichtigkeit entstehen.
Barbara Contzen gibt ihr Wissen gleich in zwei interessanten Beiträgen weiter. Der erste beschäftigt sich mit den „Auswirkungen von Ernährung und chronischen Nierenerkrankungen auf das Mikrobiom“. Chronische Nierenerkrankungen führen zu einer Dysregulation der Zusammensetzung und Funktion der Darmmikrobiota, was wiederum viele Stoffwechselabläufe negativ beeinflussen kann. Barbara Contzen erklärt, warum das Ziel der ernährungstherapeutischen Empfehlungen die Reduktion von toxischen Metaboliten wie Trimethylamin-N-oxid (TMAO), Indoxylsulfat (IndS) und p-Kresylsulfat (PCS) im Serum ist und warum die Vermeidung einer Mangelernährung essenziell ist. In ihrem zweiten Beitrag greift Barbara Contzen das Thema „Ketogene Ernährung bei autosomal-dominant vererbter polyzystischer Nierenerkrankung (ADPKD)“ auf und erläutert, warum diese Ernährungsform bei ADPKD eine therapeutisch relevante Option sein kann. Präklinische Studien liefern erste Hinweise, dass eine ketogene Ernährungstherapie (KET) einen modulierenden Einfluss auf das Zystenwachstum ausüben könnte. Die Autorin zeigt anschaulich auf, dass die ketogene Ernährungstherapie bei entsprechender Indikationsstellung potenziell nephroprotektive Effekte haben und das Fortschreiten der Erkrankung positiv beeinflussen kann, wenn sie unter qualifizierter ernährungsmedizinischer Aufsicht stattfindet.
In der Rubrik Berufspraxis gibt Edburg Edlinger einen Überblick über das FODMAP-Konzept und fasst zusammen, welche Aussagen die „S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie“ aus dem Jahr 2021zur Ernährung in der Therapie des Reizdarmsyndroms trifft. Auch Edburg Edlinger weist auf die Notwendigkeit einer Begleitung der Betroffenen durch geschulte Ernährungsfachkräfte hin, da eine korrekte Umsetzung des FODMAP-Konzeptes ihrer Ansicht nach alleine nahezu unmöglich ist.
In der Rubrik VFEDaktuell hat Dr. Mitra Mielke eine Vielfalt an Themen, wie „Ernährungstherapie als Heilmittel“, das „Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG)“, „digitale Anwendungen“ sowie den „elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) und die Vertrauensdiensteanbieter (VDA) im Überblick“, für Sie erarbeitet.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und grüßen ganz herzlich.
Ihre VFEDaktuell PLUS-Redaktion