VFEDaktuell PLUS 208

Die frisch gedruckte Ausgabe der VFEDaktuell PLUS ist erschienen!

In den letzten Jahren ist der Konsum von, aber auch die Kritik an hochverarbeiteten Lebensmitteln stark gewachsen. Diese Lebensmittel sind meist darauf ausgelegt, möglichst lange haltbar und geschmacklich besonders ansprechend zu sein. Studien zeigen, dass Menschen, die regelmäßig stark verarbeitete Lebensmittel konsumieren, tendenziell häufiger unter Übergewicht, Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie anderen sogenannten Zivilisationskrankheiten leiden. Allerdings sollte die Kritik an den hochverarbeiteten Lebensmitteln differenziert betrachtet werden, wie in den Beiträgen in diesem Heft deutlich wird. Denn nicht jedes verarbeitete Lebensmittel ist automatisch ungesund. Es kommt vielmehr zum einem auf den Grad und die Art der Verarbeitung an. Zum anderen deuten immer mehr Studien darauf hin, dass es nicht die Verarbeitung der Nahrungsmittel ist, sondern vielmehr der hohe Gehalt an Zucker, Salz und ungesunden Fetten, der sich negativ auf die Gesundheit auswirkt.

Es gibt verschiedene Konzepte, die Lebensmittel nach dem Grad ihrer Verarbeitung klassifizieren. In fast allen Studien, die die Auswirkung des Verarbeitungsgrades auf die Gesundheit  untersuchen, erfolgt die Klassifizierung von Lebensmittel derzeit auf Basis des NOVA-Systems. PD Dr. Volker Gaukel und Dr. Ralf Greiner stellen in ihrem Artikel deshalb dieses Klassifizierungssystem vor.

Prof. Dr. Jutta Dierkes fasst in ihrem Beitrag den Kenntnisstand zum Verzehr hochverarbeiteter Lebensmittel und den Zusammenhang mit chronischen, nicht übertragbaren Erkrankungen zusammen. Dabei geht es auch um die Mechanismen, warum hochverarbeitete Lebensmittel mit chronischen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden. Helmut Nussbaumer konzentriert sich in seinem Beitrag auf die Frage, wie der Glukosestoffwechsel auf hochverarbeitete Lebensmittel reagiert und welche Nahrungsmittel hier besonders im Fokus stehen. Dr. Markus Keller geht der häufig geäußerten Kritik nach, dass pflanzliche Fleischalternativen ebenfalls einen fraglichen Gesundheitsnutzen haben, weil auch sie hochverarbeitete Industrieprodukte seien, voller Zusatzstoffe und sogar ungesünder als die tierischen Originalprodukte.

In der Rubrik Berufspraxis erwarten Sie gleich zwei Beiträge von Prof. Dr. med. Jutta Hübner zum Thema Krebsdiäten und zu Nahrungsergänzungsmittel in der Onkologie.

Vom 19. bis 21. September 2025 findet der nächste VFED-Online-Kongress mit dem Schwerpunktthema „Ernährung bei Autoimmunerkrankungen“ statt. Das Programm finden Sie auf der VFED-Website, wo Sie sich auch anmelden können. Die VFED-Mitgliederversammlung findet am 19. September 2025, 17:30 Uhr, im Hörsaal 4 in der Uniklinik RWTH Aachen statt. Sie können ihr aber auch online folgen.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und grüßen ganz herzlich.

Ihre VFEDaktuell PLUS-Redaktion