Häufigkeit von Übergewicht und Adipositas
Nach Daten der OECD sind
in Deutschland 52% der erwachsenen Bevölkerung übergewichtig. Dabei sind Männer
mit 60% stärker betroffen als Frauen (45%). 16% der Erwachsenen sind adipös.
Adipositas tritt bei Männern und Frauen gleich häufig auf.
Die Daten der Nationalen Verzehrsstudie II aus
Deutschland, bei der rund 20.000 Menschen befragt wurden, geben ein ähnliches
Bild: 66% der Männer und rund 50% der Frauen erwiesen sich in dieser Studie als
übergewichtig oder adipös (BMI ≥ 25 kg/m2). Über 20% sind sogar adipös. Dabei
nimmt der Anteil der übergewichtigen und adipösen Menschen mit dem Lebensalter
zu: Während von den jungen Erwachsenen etwa ein Viertel zu schwer sind, steigt
der Anteil im Alter von 70-80 Jahren auf 84,2% bei den Männern und 74,1% bei
den Frauen.
Quellen:
OECD, Obesity and the Economics of Prevention - Fit not Fat. September 2010
Max Rubner Institut
(Hrsg.): Nationale Verzehrsstudie II, Ergebnisbericht Teil 1, 2008 http://www.was-esse-ich.de/uploads/media/NVS_II_Abschlussbericht_Teil_1_mit_Ergaenzungsbericht.pdf
Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen
Insgesamt 15%
der Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 3 und 17 Jahren sind
übergewichtig. Das ergab die Auswertung der KiGGS-Studie. 6% aller Kinder sind
sogar adipös. Dies entspricht rund 1,9 Millionen übergewichtigen Kindern und Jugendlichen,
darunter 800.000 mit Adipositas.
Seit dem Jahr 1985 hat sich die Zahl der
übergewichtigen Kinder um 50% erhöht, die Zahl der Adipösen sogar verdoppelt.
Mit dem Alter steigt die Häufigkeit an:
Während bei den 3- bis 6-jährigen nur 9% übergewichtig sind, sind es bei den 7-
bis 10-Jährigen bereits 15%, bei den 14- bis 17-Jährigen sogar 17%.
Besonders häufig sind Kinder und
Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien sowie Kinder mit
Migrationshintergrund von Übergewicht und Adipositas betroffen.
Von Mai 2003 bis Mai 2006 führte das Robert-Koch-Institut
die "KiGGS"-Studie durch. In insgesamt 167 Städten und Gemeinden
wurden 17.641 Jungen und Mädchen im Alter bis zu 17 Jahren befragt. Die Studie
wurde vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und vom Bundesministerium für
Bildung und Forschung (BMBF) finanziert.
Quelle und weitere Studienergebnisse: www.kiggs.de.
Soziodemografische Unterschiede beim Körpergewicht
Je höher der Schulabschluss desto geringer
ist der BMI bei Männern und Frauen.
Mit steigendem Pro-Kopf-Nettoeinkommen zeigt
sich bei Männern und Frauen ein Absinken des BMI.
Ledige Männer und Frauen sind zu einem
größeren Anteil normalgewichtig als verheiratete, geschiedene oder verwitwete
Personen.
Quelle: Max Rubner
Institut (Hrsg.): Nationale Verzehrsstudie II, Ergebnisbericht Teil 1, 2008 http://www.was-esse-ich.de/uploads/media/NVS_II_Abschlussbericht_Teil_1_mit_Ergaenzungsbericht.pdf
Diäten
Rund 12% der Deutschen halten eine
Diät ein, davon 7% aufgrund einer Erkrankung wie Diabetes mellitus oder
Fettstoffwechselstörungen. 5% möchten ihr Gewicht reduzieren.
Während die älteren Teilnehmer
häufiger eine Erkrankung als Grund für eine Diät angeben, ist bei jungen Frauen
(bis 24 Jahre) der Wunsch nach einer Gewichtsreduktion der Grund für eine Diät.
Quelle:
Max Rubner Institut (Hrsg.): Nationale Verzehrsstudie II, Ergebnisbericht Teil
1, 2008 http://www.was-esse-ich.de/uploads/media/NVS_II_Abschlussbericht_Teil_1_mit_Ergaenzungsbericht.pdf






