Sonstiges

Krankheitskosten

Im Jahr 2006 beliefen sich die direkten durch Krankheiten verursachten Kosten in Deutschland auf rund 236 Milliarden Euro. Dabei verursachten Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems anteilhaft die meisten Kosten in Höhe von insgesamt 35,2 Milliarden Euro. An zweiter Stelle stehen die Kosten für Krankheiten des Verdauungssystems mit 32,7 Milliarden Euro. Den dritten Platz nehmen psychische Krankheiten und Verhaltensstörungen ein, die Kosten von 26,7 Milliarden Euro verursachten. Fast gleichhoch waren die Ausgaben für Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems.

Quelle: Robert-Koch-Institut (Hrsg.): GBE-Heft 48 "Krankheitskosten", http://www.rki.de/cln_169/nn_199850/DE/Content/GBE/Gesundheitsberichterstattung/Themenhefte/Krankheitskosten__inhalt.html


Senioren

Die ErnSTES-Studie (Ernährung in Stationären Einrichtungen für Senioren und Seniorinnen) untersuchte den Ernährungszustand älterer Menschen in Alten- und Pflegeheimen. Dabei zeigte sich, dass 1 % der Befragten von Mangelernährung betroffen, weitere 50% davon bedroht sind. Die empfohlenen Aufnahmewerte für Energie und zahlreiche Nähr- und Wirkstoffe erreichen viele Senioren in den Einrichtungen nicht.
Bei 53% der männlichen und 42% der weiblichen Teilnehmer lag die Kalorienaufnahme unterhalb der Empfehlung für alte, gebrechliche Menschen.
Bezogen auf die Nahrungsmittelgruppen ist vor allem der Gemüse- und Obstverzehr deutlich zu gering. Männer verzehren durchschnittlich 86 g, Frauen 78 g Gemüse täglich und damit nur einen Bruchteil der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen 400 g. Der tägliche Obstverzehr lag bei 84 g (Männer) bzw. 77 g (Frauen) und bleibt ebenfalls stark hinter der empfohlenen Menge von 250 g zurück.
Dies spiegelt sich in der Aufnahme von Folsäure und Vitamin C, die nur etwa 50% des Referenzwerts erreicht. Doch auch bei anderen Vitaminen und Mineralstoffen ist die Zufuhr zu gering. Besonders problematisch ist die Lage bei Vitamin D: Hier erreichten über 90% der Befragten nicht die empfohlene Aufnahmemenge. Ähnlich ist es bei Calcium und Magnesium: Die empfohlene Calciumzufuhr wurde von 82 % der Senioren bzw. 91 % der Seniorinnen, die empfohlene Magnesiumzufuhr von über 95 % der Studienteilnehmer nicht erreicht. Von Vitamin E nehmen nur rund 40% der Befragten ausreichende Mengen auf.
Ansonsten zeigt sich ein ähnliches Bild wie auch bei der jüngeren Bevölkerung: Die Seniorinnen und Senioren nehmen zu viel Fett und Zucker, aber zu wenig komplexe Kohlenhydrate und nur etwa die Hälfte der empfohlenen Ballaststoffmenge zu sich. Teilweise ist auch die Aufnahmemenge von Eiweiß zu gering.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. (Hrsg.): Ernährung in stationären Einrichtungen für Senioren und Seniorinnen (ErnSTES-Studie), in : Ernährungsbericht 2008