19. Tag der gesunden Ernährung

Pressemitteilung zum 19. Tag der gesunden Ernährung am 7. März 2016

Krebs – Risiken und Prävention durch die Ernährung

 

Im Jahr 2012 sind in Deutschland 225 890 Frauen und 252 060 Männer an Krebs erkrankt, das zeigt eine aktuelle Schätzung des Zentrums für Krebsregisterdaten. Noch ist nicht genau bekannt, was die Entstehung unterschiedlicher Krebserkrankungen begünstigt. Ein gesunder Lebensstil und eine bewusste Ernährung spielen oft – aber nicht immer – eine wichtige Rolle, um das Risiko zu senken.

Die Entdeckung von Schutzfaktoren in der Nahrung reicht bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurück. Schon bald nach dem Zweiten Weltkrieg erkannten Wissenschaftler, dass Inhaltsstoffe pflanzlicher Nahrungsmittel vor Krebs schützende Eigenschaften aufweisen. Dazu gehören beispielsweise Vitamine, Blattgrün und grünes Gemüse, Ballaststoffe, Tees und Kaffee, Gewürze und Milchprodukte.

Leider gibt es auch Nahrungsinhaltsstoffe, die eine Krebserkrankung auslösen können. Immer wieder genannt werden ein hoher Fleischkonsum, Alkohol, Mykotoxine, Nitrosamine und Acrylamid. Auch Übergewicht und Adipositas sind durch verschiedene Mechanismen mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden. Zu diesen Mechanismen gehören beispielsweise die Insulinresistenz, erhöhte Leptinspiegel und die IGF-1-Erhöhung. Insbesondere das Risiko für Brustkrebs bei postmenopausalen Frauen sowie das Risiko für Gebärmutterkrebs und Dickdarmkrebs sind für Übergewichtige höher als für Normalgewichtige. Dabei spielt der Anteil des Abdominalfetts eine wichtige Rolle.

Am 7. März 2016 organisiert der Verband für Ernährung und Diätetik e. V. (VFED) aus Aachen den 19. Tag der gesunden Ernährung. Es geht an diesem Tag um die Risiken aber auch um die Präventionsmöglichkeiten die in unseren Lebensmitteln stecken.

Bundesweit sowie in Belgien, Österreich und der Schweiz werden Diätassistent(inn)en, Oecotropholog(inn)en, Mediziner(innen) und Apotheker(innen) zum Tag der gesunden Ernährung Aktionen anbieten. Es gibt Vorträge, Seminare, Kochkurse und Verkostungen. Die Aktionen finden in Krankenhäusern und Kliniken, in Geschäften, Apotheken, Bildungseinrichtungen und Büchereien statt. Die Besucher der Veranstaltungen haben die Möglichkeit ihre Fragen von Fachleuten beantworten zu lassen.

„Wir freuen uns, wenn die Teilnehmer dieser Aktionen die Tipps in ihren Alltag integrieren“, berichtet Hedwig Hugot, Geschäftsführerin des VFED. „Mit dem Tag der gesunden Ernährung erreichen wir jedes Jahr mehrere Tausend Menschen!

Der VFED hat für für den Tag der gesunden Ernährung ein Aktionspaket zusammengestellt. Dieses besteht unter anderem aus einem umfangreichen Fachmagazin, Leporellos und weitere VFED-Medien zum Thema enthält. Die Leporellos werden bei Veranstaltungen zum Tag der gesunden Ernährung an die interessierten Teilnehmer weitergegeben.

Interessierte erhalten das Aktionspaket und alle Medien im VFED-Medienshop (www.vfed.de)

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Gesundheitsberichterstattung des Bundes

Ausgewählte Informationen zum Tag der gesunden Ernährung unter dem Motto:
"Onkologie" am 07.03.2016

http://www.gbe-bund.de/gbe10/k?k=WA52303D

Mammographie-Screening: Neues G-BA-Merkblatt veröffentlicht

Mammographie-Screening: Neues G-BA-Merkblatt veröffentlicht

Informationen bieten Orientierungshilfe für die persönliche Entscheidung der Frau

21. Januar 2016 / Berlin. Jede Frau zwischen 50 und 69 Jahren erhält alle zwei Jahre mit ihrer Einladung zum Mammographie-Screening-Programm eine Informationsbroschüre des Gemeinsamen Bundesauschusses (G-BA). Das nun überarbeitete Merkblatt soll Frauen dabei unterstützen, Vor- und Nachteile des Programms für sich abzuwägen.

„Das Merkblatt ist aus unserer Sicht ein weiterer Schritt in Richtung informierte Entscheidung“, sagt Dr. Vanessa Kääb-Sanyal, Leiterin der Geschäftsstelle Kooperationsgemeinschaft Mammographie. „Wir begrüßen, dass Begriffe wie falsch-positive Befunde und Überdiagnosen ausführlicher und verständlich erklärt werden.“ Vor allem wenn über Überdiagnosen gesprochen wurde, führte das bislang häufig zu einem Missverständnis. Es entstand der Eindruck, Frauen erhalten im Mammographie-Screening eine Brustkrebsdiagnose und anschließende Behandlung, obwohl sie nicht an Brustkrebs erkrankt sind.“ Überdiagnosen sind jedoch Karzinome und Brustkrebsvorstufen, die durch die Früherkennung entdeckt werden, aber ohne diese Früherkennung zu Lebzeiten der Frau nicht aufgefallen wären. „Also werden auch Frauen behandelt, bei denen es nicht notwendig gewesen wäre. Überdiagnosen kommen in jeder Krebsfrüherkennung vor. Sie gehören zu den unerwünschten Effekten, lassen sich aber nicht vermeiden“, betont Kääb-Sanyal.

Nach Meinung von Kääb-Sanyal kann das neue Merkblatt auch ein Signal in der öffentlichen Diskussion über die Vor- und Nachteile des Brustkrebsfrüherkennungsprogramms setzen. „Das Merkblatt stellt klar, dass Frauen durch eine Teilnahme am Screening vor dem Brustkrebstod bewahrt werden können.“ Für diesen wichtigsten Vorteil gibt die Infobroschüre des G-BA neue Zahlen an. Von 1000 Frauen, die über 10 Jahre lang zum Mammographie-Screening eingeladen werden, können 1 bis 2 Frauen vor dem Brustkrebstod bewahrt werden. Als wichtigsten Nachteil nennt das Merkblatt nun die Überdiagnosen: Von 1000 Frauen erhalten demnach 5 bis 7 Frauen eine Überdiagnose.

Kääb-Sanyal sagt aber, dass auch die vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ermittelten Zahlen zur Brustkrebsmortalität und zu Überdiagnosen Schätzungen sind. „Vor allem bei den Schätzungen zu den Überdiagnosen gibt es bislang keine international konsentierte Methodik zur Quantifizierung, wie das IQWIG selbst betont.“ Hochrechnungen dazu sind mit großen Unsicherheiten verbunden.

„Verständliche Zahlen sind als Basis hilfreich. Sie können eine Orientierung geben und die informierte Entscheidung unterstützen. Doch wir sollten auch berücksichtigen, dass Frauen Vor- und Nachteile für sich unterschiedlich gewichten.“ Auch sollte in der Diskussion nach Auffassung von Kääb-Sanyal ein wichtiger Aspekt nicht vergessen werden: „Wenn eine Frau zwischen 50 und 69 Jahren eine Maßnahme zur Brustkrebsfrüherkennung in Anspruch nehmen will, dann ist das Mammographie-Screening die einzige wirksame Methode. Das ist durch Studien belegt.“

Link zum Merkblatt: http://www.mammo-programm.de/download/2015-11-13_GBA_Merkblatt-MAMMO_bf.pdf

Kooperationsgemeinschaft Mammographie

2002 beschließt der Deutsche Bundestag parteiübergreifend, das Mammographie-Screening-Programm in Deutschland einzuführen. Im August 2003 wird in gemeinsamer Trägerschaft von den gesetzlichen Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) die Kooperationsgemeinschaft Mammographie gegründet. Ihre Aufgabe ist die Koordination, Qualitätssicherung und Evaluation des Mammographie-Screening-Programms. Im Jahr 2005 gehen die ersten Screening-Einheiten an den Start. Seit 2009 ist das Programm in Deutschland flächendeckend umgesetzt. Heute wird das Mammographie-Screening von 95 Screening-Einheiten an rund 400 Standorten angeboten.

Die Evaluations- und Qualitätsberichte der Kooperationsgemeinschaft sind veröffentlicht unter newsroom.mammo-programm.de

Frauen können sich informieren unter www.mammo-programm.de

Kontakt:
Pressestelle Kooperationsgemeinschaft Mammographie
Corinna Heinrich
Telefon: 030/319985130
E-Mail: cheinrich@koop-mammo.de

Quelle: http://www.presseportal.de/pm/60025/3231318

Der VFED in den Medien