Ernährung bei Asthma bronchiale

Asthma ist eine durch Entzündung beziehungsweise spezifische Reize ausgelöste, anfallsweise mit Atemnot einhergehende chronische Erkrankung der Atemwege. Vor allem das Ausatmen wird durch Verkrampfen der Bronchialmuskulatur behindert.

Typische Symptome für Asthma bron­chiale sind ein ständiger Hustenreiz, eine pfeifende Atmung, ein Engegefühl in der Brust, zäher Schleim in den Atemwegen und eine anfallsweise auftretende Atemnot.

Asthmaformen
Je nach auslösender Ursache kann man allergische und nicht allergische Asthmaformen unterscheiden. Bei ersterem liegt eine Allergie zugrunde, die als Ursache des Asthmas anzusehen ist. Auslöser sind hier beispielsweise Hausstaubmilben, Tierhaare, Pollen und Schimmelpilze. Bei Erwachsenen können auch Berufsallergene (zum Beispiel Bäckerasthma) von größerer Bedeutung sein. Die Zahl der durch Allergene in Lebensmitteln ausgelösten Asthmaformen ist relativ gering. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass folgende Faktoren die Entstehung der Erkrankung begünstigen:

  • – eine westliche Lebensweise
  • – das Leben in Großstädten
  • – fehlendes oder nur kurzzeitiges Stillen
  • – Zigarettenrauch.

Stillen ist von vorbeugender Wirkung bezüglich allergischer Erkrankungen der Respirationsorgane. Die Stilldauer soll laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sechs Monate betragen. Einen protektiven Effekt hat ebenfalls die richtige Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft. Wichtig ist eine optimale Zufuhr von Vitamin E und D sowie Zink. Als Schutz dient auch, wenn schwangere Frauen einen hohen Verzehr an Äpfeln und Fisch haben.

Nicht allergisches Asthma wird häufig durch Infekt verstärkt. Auch das Wetter, chemische Reizstoffe, Duftstoffe, Zigarettenrauch und emotionale Belastungen können es negativ beeinflussen.

Diagnose
Die Verdachtsdiagnose wird durch eine Anamnese gestellt und später durch körperliche Untersuchungen, Messung der Lungenfunktion und der bronchialen Überempfindlichkeit bestätigt.

Behandlung von Asthma
An erster Stelle bei der Behandlung steht die Vermeidung möglicher Asthmaauslöser. Parallel hierzu werden individuell geeignete Asthmamedikamente verordnet. Als begleitende Maßnahmen gibt es Asthmasportgruppen und Atem- sowie Entspannungsübungen. Eine wichtige Rolle spielt die Akzeptanz der Erkrankung.

Die Ziele der Behandlung sind die Verringerung der Entzündung der Bronchialschleimhaut, die Verminderung der bronchialen Überempfindlichkeit und die Verringerung der Atemwegsverengung.

Ernährungstherapie

Antioxidanzien und Vitamin D
In placebokontrollierten Versuchen, in denen vor einer siebenminütigen körperlichen Belastung 2 Gramm Ascorbinsäure gegeben wurden, konnte bei etwa 50 Prozent der Patienten ein vorbeugender Effekt belegt werden.

In Untersuchungen an 2500 neun- bis elfjährigen Kindern waren Lungenfunktionsparameter bei hohem und regelmäßigem Verzehr von Obst am günstigsten, ohne dass hierfür ausschließlich die Vitamin-C-Zufuhr verantwortliche gemacht werden konnte. Wahrscheinlich wirken auch b-Carotin, α-Tocopherol, Vitamin E sowie Selen und Zink protektiv.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
ω-3-Fettsäuren haben über ihren Einfluss auf den Eicosanoidstoffwechsel einen hemmenden Effekt auf die Synthese von Entzündungsmediatoren. In Studien konnte der positeve Effekt von ω-3-Fettsäuren auf die Entstehung und den Verlauf von Asthma bronchiale bei Kindern bestätigt werden. Der positive Effekt konnte auch beim Anstrengungsasthma belegt werden.

Kochsalz
Die Ergebnisse unterschiedlicher Studien sind widersprüchlich. Im Tierversuch fand sich unter hoher Natriumzufuhr eine gesteigerte Kontraktion der Bronchialmuskulatur.

Übergewicht und Adipositas
Die Asthmainzidenz ist bei einem BMI größer als 25 um 50 Prozent erhöht. Als Ursache dafür wird eine vermehrte Freisetzung proinflammatorischer Mediatoren aus dem Fettgewebe diskutiert.

Eine drastische Reduktion des Übergewichts bei Kindern im Schulalter verringert die Asthma-Symptomatik bei der Mehrzahl der Betroffenen. Da sich keine für Asthma typische Inflammation der Atemwegsschleimhaut findet, wird das Krankheitsbild weiterhin nicht als Asthma, sondern als adipositasinduzierte bronchiale Dysfunktion bezeichnet. Die kausale Therapie besteht in körperlichem Training und einer Normalisierung des Körpergewichts.

Quelle: Deutscher Allergie- und Asthmabund e. V. unter www.daab.de und Ernährungsmedizin und Diätetik, 12. Auflage.